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Al-Furqan 25:61

Drei Worte, drei Bilder.

تَبَارَكَ ٱلَّذِى جَعَلَ فِى ٱلسَّمَآءِ بُرُوجًا وَجَعَلَ فِيهَا سِرَٰجًا وَقَمَرًا مُّنِيرًا

Segensreich ist Derjenige, Der im Himmel Türme gesetzt und darin einen Lichtkörper und einen leuchtenden Mond gesetzt hat

Al-Furqan 25:61 · Übersetzung: Bubenheim & Elyas

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"Burūj" sind hohe Bauten, Türme — das arabische Wort meint die festen Sterngruppen des Himmels. "Sirāj" ist eine entzündete Lampe, eine brennende Quelle, die ihr eigenes Licht erzeugt. "Qamar munīr" ist der erleuchtende Mond — doch nicht "mit eigenem Licht", sondern nur als einer, der "erleuchtet". Der Vers beschreibt drei Himmelskörper mit drei verschiedenen Funktionen.

Beobachtung

Die moderne Astronomie teilt diese drei in nahezu dieselben Kategorien ein. Sterngruppen ("burūj") sind die festen Bezugspunkte des Himmels und werden noch heute zur Navigation verwendet. Die Sonne ("sirāj") ist tatsächlich eine brennende Quelle — sie erzeugt ihr Licht durch Kernfusion. Der Mond ("munīr") erzeugt kein eigenes Licht; er erleuchtet durch Reflexion des Sonnenlichts (Albedo). Die Wortwahl des Verses ist auffällig: Brennen für die Sonne, nur Erleuchten für den Mond. Der Qurʾān benennt den Licht-Erzeuger und den Licht-Rückwerfer mit verschiedenen Verben.

Exegese

Die klassischen Exegeten richten den Blick auf die lexikalische Unterscheidung zwischen "sirāj" (eine brennende Lampe) und "munīr" (einer, der erleuchtet): eine Lampe brennt, der Mond strahlt — er brennt aber nicht. Der Qurʾān verwendet das Brennen für die Sonne und nur das Erleuchten für den Mond; diese zwei Verben werden im Text nie verwechselt. Die lexikalische Trennung ist ein Zeichen der literarischen Genauigkeit des Verses.

Quellen

Tafsīr: Ibn Kathīr · Tafsīr al-Qurʾān al-ʿAẓīm; Elmalılı Hamdi Yazır · Hak Dini Kur'an Dili. Wissenschaft: Astrophysik — stellare Fusion, Mond-Reflektivität (Albedo; Standardastronomie).

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